Sicherheitstipps
Worauf du beim Daten achten solltest — und was wir im Hintergrund tun
Stand: 17. August 2026
1. Vor dem ersten Treffen
- Bleib bis dahin im Chat. Es gibt keinen guten Grund, sofort auf WhatsApp, Telegram oder Instagram wechseln zu müssen. Wer darauf drängt, will meist raus aus einem Bereich, in dem du melden und blockieren kannst.
- Sieh dir das Profil genau an. Nur ein Foto, auffällig professionelle Aufnahmen, keine Angaben zum Studio — das muss nichts heißen, ist aber ein Grund, genauer hinzusehen. Der Verifizierungshaken bedeutet, dass wir ein live aufgenommenes Selfie mit den Profilfotos verglichen haben. Er ist ein Hinweis, keine Garantie: Eine Sichtprüfung erschwert Täuschungen, sie schließt sie nicht aus.
- Telefoniert oder macht einen Videocall, bevor ihr euch trefft.
- Sag jemandem Bescheid, wen du triffst, wo und wie lange. Ein Screenshot des Profils an eine Freundin oder einen Freund kostet nichts.
2. Beim Treffen
- Trefft euch öffentlich — im Studio, im Café, im Park. Nicht bei dir oder bei der anderen Person zuhause, und nicht an einem Ort, den nur eine Seite kennt.
- Komm und geh selbstständig. Lass dich beim ersten Mal nicht abholen und gib deine Adresse noch nicht heraus.
- Behalte Getränk und Handy bei dir und achte auf einen geladenen Akku.
- Trink in Maßen. Du willst klar entscheiden können, wie der Abend weitergeht.
- Geh, wenn es sich falsch anfühlt. Du schuldest niemandem eine Erklärung, keine zweite Runde und keine Höflichkeit auf eigene Kosten.
3. Betrugsmaschen erkennen
Warnzeichen
- Geld. Jede Bitte um Geld, Gutscheine, Paysafe-Codes oder Krypto ist ein Betrugsversuch — auch die rührendste Notlage, auch nach Wochen Chat. Es gibt keine Ausnahme von dieser Regel.
- Anlagetipps. „Ich zeig dir, wie ich mit Trading verdiene" ist die häufigste Masche auf Dating-Plattformen.
- Zu schnell, zu viel. Liebeserklärungen nach drei Tagen, ständige Erreichbarkeitsforderungen, Eifersucht vor dem ersten Treffen.
- Nie erreichbar. Videocalls scheitern immer, Treffen platzen kurzfristig, die Person arbeitet „auf einer Bohrinsel" oder „im Auslandseinsatz".
- Intime Aufnahmen. Wer schnell Nacktbilder will, will sie manchmal, um dich damit zu erpressen (Sextortion).
- Links. Wir entfernen Links und E-Mail-Adressen automatisch aus Nachrichten. Umgeht jemand das mit „Punkt" statt „." oder Bildern, ist das ein deutliches Signal.
Wenn du erpresst wirst
- Zahl nicht. Zahlungen führen praktisch immer zu weiteren Forderungen.
- Brich den Kontakt ab, blockiere und melde das Profil.
- Sichere Beweise: Screenshots von Profil, Chat und Zahlungsaufforderung.
- Erstatte Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Das ist keine Schande — diese Täter arbeiten organisiert und in großem Maßstab.
4. Melden und Blockieren
- Blockieren wirkt sofort und beidseitig: Das Match verschwindet, Nachrichten sind nicht mehr möglich, ihr seht euch nicht mehr im Deck.
- Melden geht in jedem Profil und in jedem Chat über das Flaggen-Symbol. Du bekommst ein Aktenzeichen, wir prüfen binnen 72 Stunden — bei Gefahr für eine Person sofort — und du siehst das Ergebnis unter „Meine Meldungen" im Konto-Bereich.
- Ohne Konto nutze das öffentliche Meldeformular unter flexr.social/meldung.html, etwa wenn deine Fotos hier ohne dein Wissen verwendet werden. Auch dort bekommst du ein Aktenzeichen und eine begründete Entscheidung. Alternativ per E-Mail an flexr.social@proton.me.
5. Was wir tun
- Jedes Foto wird von einem Menschen geprüft, bevor es überhaupt jemand zu sehen bekommt. Lehnen wir eines ab, sagen wir dir warum.
- Profiltexte mit Links, Telefonnummern oder Scam-Begriffen werden gar nicht erst veröffentlicht.
- In Nachrichten machen wir Links und E-Mail-Adressen unkenntlich und legen auffällige Nachrichten der Moderation vor.
- Mindestalter 18, serverseitig aus dem Geburtsdatum geprüft und vor der Freischaltung manuell anhand eines amtlichen Lichtbildausweises bestätigt.
- Verifizierung über ein live aufgenommenes Selfie plus Abgleich mit dem Ausweisfoto — durch einen Menschen, ohne automatische Gesichtserkennung. Die Aufnahmen werden nach der Prüfung gelöscht.
Die vollständigen Regeln und unsere Schutzprotokolle stehen in den Nutzungsrichtlinien.
6. Im Notfall
Bei akuter Gefahr: Polizei 133 oder Euronotruf 112.
Weitere Anlaufstellen in Österreich:
Opfer-Notruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 112 112
Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
Männerinfo: 0800 400 777
Rat auf Draht (für junge Menschen): 147
Wenn dir hier auf FLEXR etwas zugestoßen ist, melde es uns zusätzlich unter flexr.social@proton.me. Wir sichern die Daten zu deinem Fall, damit sie für eine Anzeige verfügbar bleiben.